Materialabsaugung

Staub und Feinstaub im Betrieb sicher erfassen

Staub gehört zu den häufigsten Verschmutzungen in Industrie und Handwerk, doch nicht jeder Staub ist gleich zu behandeln. Diese Seite erklärt verständlich, was Staub und Feinstaub gesundheitlich relevant macht, wie sich luftgetragene Emissionen von Bodenverschmutzung unterscheiden und welche Absauglösung sich jeweils eignet.

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Was Staub und Feinstaub gesundheitlich relevant macht

Staub besteht aus winzigen festen Partikeln, die je nach Größe unterschiedlich tief in die Lunge eindringen können. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar ist etwa 50 bis 70 Mikrometer dick. Als Feinstaub gelten Partikel unter 10 Mikrometern, häufig als PM10 bezeichnet. Besonders kritisch sind Partikel unter 2,5 Mikrometern, bekannt als PM2,5, denn sie gelangen bis in die Lungenbläschen und teilweise sogar in den Blutkreislauf. Bei dauerhafter Belastung am Arbeitsplatz kann das zu chronischer Bronchitis, Lungenfibrose und bei bestimmten Stäuben, etwa Hartholzstaub oder chromathaltigem Schweißrauch, sogar zu Krebserkrankungen der Atemwege führen.

Wichtig zu wissen: PM10 und PM2,5 stammen aus der Umweltmesstechnik und beschreiben die allgemeine Luftqualität im Freien. Arbeitsplatzgrenzwerte nach TRGS 900 legen dagegen fest, wie viel eines Stoffs Beschäftigte während der Arbeitszeit maximal einatmen dürfen. Die Staubklassen L, M und H schließlich beschreiben, wie leistungsfähig ein Sauger sein muss, um einen bestimmten Staub sicher zu erfassen.

Für den Explosionsschutz kommt eine weitere, eigenständige Frage hinzu, nämlich ob ein Staub brennbar ist. Mehr dazu auf unserer Seite zu brennbaren Stäuben und explosionsfähigen Dämpfen.

Menschliches Haar

etwa 50 – 70 Mikrometer

PM10, Feinstaub

unter 10 Mikrometer

PM2,5, alveolengängig

unter 2,5 Mikrometer

Ultrafeinstaub

unter 0,1 Mikrometer

Staub und Feinstaub sicher erfassen

Ob während des Prozesses oder bei der nachträglichen Reinigung: WATRON bietet für jede Situation die passende Lösung, inklusive ATEX-zertifizierter Varianten für explosionsgefährdete Bereiche.

Luftreiniger Performer WA-900 geöffnet, mit Filtern

Emissionserfassung

Absauganlagen

Erfasst Staub direkt während des Arbeitsprozesses an der Entstehungsquelle, bevor er sich in der Luft verteilt.

  • Für Schleifen, Fräsen, Sägen und ähnliche Prozesse
  • Individuell auf Ihre Staubklasse ausgelegt
  • Auch als Absaugtisch für stationäre Arbeitsplätze erhältlich
Skyliner WA-230 ATEX Insutriesauger zum Dauereinsatz mit Seitenkanalverdichter

Bodenreinigung

Industriesauger

Nimmt bereits abgelagerten Staub von Böden, Maschinen und Arbeitsflächen zuverlässig auf.

  • Staubklassen L, M und H verfügbar, auch Aktivkohle möglich
  • Für grobe bis feinste Partikel
  • Auch als Zyklonsauger für große Mengen erhältlich

Nicht sicher welches Modell zu Ihrem Betrieb passt? Wir empfehlen Ihnen das richtige Gerät im kostenlosen Beratungsgespräch.

Ein zusätzlicher Effekt wird oft übersehen

Neben der direkten Absaugung gibt es noch einen weiteren, oft unterschätzten Weg, die Feinstaubbelastung in der Luft zu senken: Luftbefeuchtung. Feine Wassertröpfchen binden schwebende Staubpartikel und lassen sie schneller zu Boden sinken, statt stundenlang in der Halle zu schweben. Besonders in Kombination mit einer Absauganlage entsteht so ein spürbar saubereres Gesamtklima. Mehr dazu auf unserer Seite zu Luftbefeuchtern und Verdunstungskühlern.

Watron Geräte von links nach rechts angeordnet; Zyklonsaugerm dynamic, Industriesauger

Luftgetragene Emission oder Bodenverschmutzung

Entsteht Staub direkt während eines Arbeitsprozesses, etwa beim Schleifen oder Fräsen, und verteilt sich sofort in der Luft, sprechen Fachleute von einer luftgetragenen Emission. Diese sollte direkt an der Quelle erfasst werden, wofür sich unsere Absauganlagen und Absaugtische eignen.

Liegt der Staub dagegen bereits als Verschmutzung auf Böden oder Maschinen vor, geht es um nachträgliche Reinigung. Hierfür eignen sich unsere Trockensauger, bei größeren Mengen grober Partikel zusätzlich unsere Zyklonsauger.

In der Praxis ergänzen sich beide Ansätze oft: Die Absauganlage erfasst die Emission während des Prozesses, der Trockensauger übernimmt anschließend die Reinigung.

Wo Staub und Feinstaub im Arbeitsalltag besonders relevant sind

In der Holzverarbeitung fällt bei Hartholz gesundheitsgefährdender, teils krebserzeugender Feinstaub an, für den nach TRGS 900 Arbeitsplatzgrenzwerte gelten. In der Metallbearbeitung entstehen beim Schleifen und Fräsen feine Metallpartikel, deren Gefährlichkeit vom Werkstoff abhängt. Beim Schweißen zählt chromathaltiger Schweißrauch zu den krebserzeugenden Feinstäuben, mehr dazu auf unserer Seite zur Schweißrauchabsaugung. In Bau und Handwerk ist mineralischer Staub wie Beton- oder Quarzstaub ein häufiges Thema, in der Lebensmittel- und Chemieindustrie organische Feinstäube wie Mehl oder Pulver.

Klasse L

allgemeine Industriestäube – mindestens 99 Prozent Abscheidegrad

Klasse M

gesundheitsgefährdende Stäube – mindestens 99,9 Prozent

Klasse H

hochgiftige und krebserregende Stäube – mindestens 99,995 Prozent

Häufige Fragen
zu Staub und Feinstaub

Was ist der Unterschied zwischen Staub und Feinstaub?

Brauche ich für Staub eine Absauganlage oder einen Industriesauger?

Sind alle Industriesauger für Zone 22 geeignet?

Ist jeder Feinstaub krebserregend?

Was bedeuten die Staubklassen L, M und H?

Wie können wir helfen?