Staub und Feinstaub im Betrieb sicher erfassen
Staub gehört zu den häufigsten Verschmutzungen in Industrie und Handwerk, doch nicht jeder Staub ist gleich zu behandeln. Diese Seite erklärt verständlich, was Staub und Feinstaub gesundheitlich relevant macht, wie sich luftgetragene Emissionen von Bodenverschmutzung unterscheiden und welche Absauglösung sich jeweils eignet.
Kostenlos beraten lassenBis zu 99,995% Abscheidegrad
DGUV-konforme Punktabsaugung
Beratung & Montage vor Ort
Mobil oder stationär verfügbar
Hintergrund
Was Staub und Feinstaub gesundheitlich relevant macht
Staub besteht aus winzigen festen Partikeln, die je nach Größe unterschiedlich tief in die Lunge eindringen können. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar ist etwa 50 bis 70 Mikrometer dick. Als Feinstaub gelten Partikel unter 10 Mikrometern, häufig als PM10 bezeichnet. Besonders kritisch sind Partikel unter 2,5 Mikrometern, bekannt als PM2,5, denn sie gelangen bis in die Lungenbläschen und teilweise sogar in den Blutkreislauf. Bei dauerhafter Belastung am Arbeitsplatz kann das zu chronischer Bronchitis, Lungenfibrose und bei bestimmten Stäuben, etwa Hartholzstaub oder chromathaltigem Schweißrauch, sogar zu Krebserkrankungen der Atemwege führen.
Wichtig zu wissen: PM10 und PM2,5 stammen aus der Umweltmesstechnik und beschreiben die allgemeine Luftqualität im Freien. Arbeitsplatzgrenzwerte nach TRGS 900 legen dagegen fest, wie viel eines Stoffs Beschäftigte während der Arbeitszeit maximal einatmen dürfen. Die Staubklassen L, M und H schließlich beschreiben, wie leistungsfähig ein Sauger sein muss, um einen bestimmten Staub sicher zu erfassen.
Für den Explosionsschutz kommt eine weitere, eigenständige Frage hinzu, nämlich ob ein Staub brennbar ist. Mehr dazu auf unserer Seite zu brennbaren Stäuben und explosionsfähigen Dämpfen.
Größenordnung zum Vergleich
Menschliches Haar
etwa 50 – 70 Mikrometer
PM10, Feinstaub
unter 10 Mikrometer
PM2,5, alveolengängig
unter 2,5 Mikrometer
Ultrafeinstaub
unter 0,1 Mikrometer
passende Produkte
Staub und Feinstaub sicher erfassen
Ob während des Prozesses oder bei der nachträglichen Reinigung: WATRON bietet für jede Situation die passende Lösung, inklusive ATEX-zertifizierter Varianten für explosionsgefährdete Bereiche.

Emissionserfassung
Absauganlagen
Erfasst Staub direkt während des Arbeitsprozesses an der Entstehungsquelle, bevor er sich in der Luft verteilt.
- Für Schleifen, Fräsen, Sägen und ähnliche Prozesse
- Individuell auf Ihre Staubklasse ausgelegt
- Auch als Absaugtisch für stationäre Arbeitsplätze erhältlich

Bodenreinigung
Industriesauger
Nimmt bereits abgelagerten Staub von Böden, Maschinen und Arbeitsflächen zuverlässig auf.
- Staubklassen L, M und H verfügbar, auch Aktivkohle möglich
- Für grobe bis feinste Partikel
- Auch als Zyklonsauger für große Mengen erhältlich
Nicht sicher welches Modell zu Ihrem Betrieb passt? Wir empfehlen Ihnen das richtige Gerät im kostenlosen Beratungsgespräch.
Adiabatische Luftkühlung
Ein zusätzlicher Effekt wird oft übersehen
Neben der direkten Absaugung gibt es noch einen weiteren, oft unterschätzten Weg, die Feinstaubbelastung in der Luft zu senken: Luftbefeuchtung. Feine Wassertröpfchen binden schwebende Staubpartikel und lassen sie schneller zu Boden sinken, statt stundenlang in der Halle zu schweben. Besonders in Kombination mit einer Absauganlage entsteht so ein spürbar saubereres Gesamtklima. Mehr dazu auf unserer Seite zu Luftbefeuchtern und Verdunstungskühlern.

Zwei Situationen, zwei unterschiedliche Lösungen
Luftgetragene Emission oder Bodenverschmutzung
Entsteht Staub direkt während eines Arbeitsprozesses, etwa beim Schleifen oder Fräsen, und verteilt sich sofort in der Luft, sprechen Fachleute von einer luftgetragenen Emission. Diese sollte direkt an der Quelle erfasst werden, wofür sich unsere Absauganlagen und Absaugtische eignen.
Liegt der Staub dagegen bereits als Verschmutzung auf Böden oder Maschinen vor, geht es um nachträgliche Reinigung. Hierfür eignen sich unsere Trockensauger, bei größeren Mengen grober Partikel zusätzlich unsere Zyklonsauger.
In der Praxis ergänzen sich beide Ansätze oft: Die Absauganlage erfasst die Emission während des Prozesses, der Trockensauger übernimmt anschließend die Reinigung.
Typische Staubarten in Industrie und Handwerk
Wo Staub und Feinstaub im Arbeitsalltag besonders relevant sind
In der Holzverarbeitung fällt bei Hartholz gesundheitsgefährdender, teils krebserzeugender Feinstaub an, für den nach TRGS 900 Arbeitsplatzgrenzwerte gelten. In der Metallbearbeitung entstehen beim Schleifen und Fräsen feine Metallpartikel, deren Gefährlichkeit vom Werkstoff abhängt. Beim Schweißen zählt chromathaltiger Schweißrauch zu den krebserzeugenden Feinstäuben, mehr dazu auf unserer Seite zur Schweißrauchabsaugung. In Bau und Handwerk ist mineralischer Staub wie Beton- oder Quarzstaub ein häufiges Thema, in der Lebensmittel- und Chemieindustrie organische Feinstäube wie Mehl oder Pulver.
Staubklassen im Überblick
Klasse L
allgemeine Industriestäube – mindestens 99 Prozent Abscheidegrad
Klasse M
gesundheitsgefährdende Stäube – mindestens 99,9 Prozent
Klasse H
hochgiftige und krebserregende Stäube – mindestens 99,995 Prozent
DGUV Vorschrift 3
Wartung nicht vergessen: Wie jedes elektrische Betriebsmittel sollten auch Ihre Absaug- und Reinigungsgeräte regelmäßig auf Funktion und Sicherheit geprüft werden. WATRON übernimmt Wartung und Prüfung auf Wunsch für Sie, inklusive vollständiger Dokumentation.
FAQ
Häufige Fragen
zu Staub und Feinstaub
Was ist der Unterschied zwischen Staub und Feinstaub?
Als Feinstaub gelten Partikel unter 10 Mikrometern, umgangssprachlich oft PM10 genannt. Besonders die noch feinere Fraktion PM2,5 gilt als gesundheitlich kritisch, da sie bis in die Lungenbläschen vordringen kann.
Brauche ich für Staub eine Absauganlage oder einen Industriesauger?
Das hängt davon ab, ob der Staub während eines laufenden Prozesses in der Luft entsteht, dann eignet sich eine Absauganlage, oder bereits als Bodenverschmutzung vorliegt, dann eignet sich ein Industriesauger.
Sind alle Industriesauger für Zone 22 geeignet?
Nein, nur speziell entwickelte und zertifizierte Geräte dürfen in Ex-Zonen eingesetzt werden. Ein gewöhnlicher Industriesauger ist dafür nicht ausgelegt.
Ist jeder Feinstaub krebserregend?
Nein, die Gesundheitsgefahr hängt vom jeweiligen Material ab. Bestimmte Stäube wie Hartholzstaub oder chromathaltiger Schweißrauch sind als krebserzeugend eingestuft, andere Feinstäube sind gesundheitsschädlich, aber nicht krebserregend.
Was bedeuten die Staubklassen L, M und H?
Sie beschreiben, wie leistungsfähig ein Sauger sein muss: Klasse L für allgemeine, ungefährliche Stäube, Klasse M für gesundheitsgefährdende Stäube und Klasse H für hochgiftige oder krebserregende Stäube. WATRON berät Sie zur passenden Klasse für Ihren Betrieb.
Beratung zu ABsauganlagen und Industriesaugern
Schildern Sie uns Ihren Arbeitsplatz – wir empfehlen die passende Lösung und erstellen ein unverbindliches Angebot.
500+
Betriebe vertrauen uns
20+
Jahre Erfahrung
DGUV
Zertifiziert
Noch nicht festgelegt auf einen Anwendungsfall? Alle Infos zu Industriesaugern und Absauganlagen im Überblick.
Wie können wir helfen?
Gemeinsam finden wir die optimale Absauglösung für Ihren Betrieb